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Dictionary

Words, grammatical forms and meanings linked to the ontology.

Kloakentheorie de · NOUN

Pronunciation

  • audio
  • [kloˈaːkn̩teoˌʁiː]

Etymology

Determinativkompositum aus den Substantiven Kloake und Theorie mit dem Fugenelement -n

Meanings

  1. (Psychoanalyse, nach Freud) kindliche Theorie der Analgeburt
    • „Gleichsam wie in den Tiefen der frühen Kindheit (=Antike/vergangene Zeiten) versunken, liegt die dem kleinen Kinde so gewaltig erscheinende Mutter, deren Genitale und dessen ‚wäßrige Abgründe‘ ihm so rätselhaft sind wie die Architektur eines Labyrinths - wie viele Leibesöffnungen besitzt sie denn nun wirklich (infantile Kloakentheorie)?“ Viktor Kartin, Simone Reissner, Hartmut Woldeit: Im Rausch der Tiefe. Zur Übertragung. Lars von Triers »Antichrist«, S. 20, Google Books
    • „Diese Kloakentheorie ermöglicht auch dem männlichen Kind den Glauben, es selbst und seine Geschlechtsgenossen seien gebährfähig.“ Klaus Herding: Orte des Unheimlichen: die Faszination verborgenen Grauens in Literatur und bildender Kunst, S. 269, Google Books
    • „Die Kloakentheorie, die für so viele Tiere ja zu Recht besteht, war die natürlichste und die einzige, die sich dem Kinde als wahrscheinlich aufdrängen konnte.“ Sigmund Freud: Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie, Fischer Taschenbuch Verlag, 1972, S. 148
    • „Letzteres nennt Freud die ‚Kloakentheorie‘ des Koitus.“ Joachim Nicholay: Die Form der psychoanalytischen Argumentation, S. 65

Forms

SpellingFeaturesLabelsSource
Kloakentheorie Case=Acc, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Kloakentheorie Case=Gen, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Kloakentheorie Case=Nom, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Kloakentheorie Case=Dat, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic

Hypernyms

Geburtstheorie · Sexualtheorie