Kletterfuß de · NOUN
Pronunciation
- [ˈklɛtɐˌfuːs]
- audio
Etymology
Determinativkompositum aus dem Stamm des Verbs klettern und dem Substantiv Fuß
Meanings
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(colloquial, eher, plural, rare) angeborene Fehlstellung des Fußes, dergestalt, dass dieser einwärts gedreht ist; sehr selten auch: der betroffene Fuß selber
„Als Ursache für den Kletterfuß wird ein reduziertes Platzangebot im Mutterleib vermutet. Kletterfüße sind in der Regel gut zu behandeln und heilen zumeist folgenlos aus.“
Albert Handlbauer: Kinder-Fuß. Plattfüße, Knick-Senkfüße. In: Homepage Dr. Albert Handlbauer. Abgerufen am 14. Mai 2025.
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(Evolution) Extremität, die mittels der Stellung der Zehen Objekte als Fixpunkte für den Halt bei der Fortbewegung/Ruhe greifen kann; Fuß, der sich besonders zum Klettern eignet
„Mit dem Verlust dieser Opponierbarkeit [des Daumens] kann der menschliche Fuß auch nicht mehr gut und kraftvoll greifen, was einst eine wichtige Funktion des Kletterfußes war.“
Carsten Niemitz: Stammesgeschichte der Primaten und des Menschen. In: Wolfgang Laskowski (Herausgeber): Evolution. Vortragsreihe der Gesellschaft Naturforschender Freunde zu Berlin, 1983/84. Duncker & Humblot, Berlin 1986, ISBN 3-428-06083-0, Seite 128 (Google Books, abgerufen am 14. Mai 2025) .„Ist bei dem vierzehigen Fuße außer dem Daumen auch die Außenzehe nach hinten gerichtet, so nennt man ihn Kletterfuß, […].“
Pierer’s Universal-Lexikon der Vergangenheit und Gegenwart. 4., umgearbeitete und stark vermehrte Auflage. 19 Bände. Altenburg 1857–1865 „Kletterfuß“„Primitive Spechte […] können klettern, sie besitzen aber noch keinen spezialisierten Kletterfuß.“
Dietrich Starck: Vergleichende Anatomie der Wirbeltiere. Band 2. Das Skeletsystem, Springer, Berlin/Heidelberg/New York 1979, ISBN 978-3-642-67160-9, Seite 645, DOI: 10.1007/978-3-642-67159-3 (Google Books, abgerufen am 14. Mai 2025) .„WEIDENREICH hat […] auf Grund vergleichend anatomischer Betrachtungen den Menschenfuß als einen zum Standfuß umgebauten Kletterfuß mit der Tendenz zur Lauffußentwicklung geschildert.“
Georg Hohmann: Fuß und Bein. Ihre Erkrankungen und deren Behandlung. 4., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg Januar 1948, ISBN 978-3-662-29841-1, Seite 18 f., DNB 106869548X, DOI: 10.1007/978-3-662-29985-2 (Softcover Reprint, Google Books, abgerufen am 14. Mai 2025) .„So sind die fünfgliederigen Füße der Vierfüßer, solange Finger und Zehen frei sind, in der Regel zu den verschiedensten Thätigkeiten als Greif-, Schreit-, Kletterfüße etc. brauchbar; […].“
Spezialisation. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4., gänzlich umgearbeitete Auflage. Band 15, Bibliographisches Institut, Leipzig 1889, Seite 130 (Wikisource, abgerufen am 14. Mai 2025) .„Alle Papageienvögel haben einen besonderen Kletterfuß mit vier Zehen: Dabei zeigen zwei Zehen nach vorne und zwei Zehen nach hinten. Das ist sehr praktisch zum Klettern - oder zum "Abhängen".“
Alex naumann, Veronika Baum: Papagei. Bunter Vogel mit Sprachtalent. In: BR Kinder. Bayerischer Rundfunk, 27. Juni 2022, abgerufen am 14. Mai 2025.„Ihre [der Spechte] Kletterfüße bieten ihnen zusammen mit ihrem starken Stützschwanz Halt und Sicherheit am Stamm.“
Spechte. Universität Münster, 2024, abgerufen am 14. Mai 2025 (Abschnitt Körpermerkmale).„[…] der menschliche Fuß [hat] […] sich im Laufe der Evolution, bedingt durch die Entwicklung des aufrechten Gangs, vom Greif- und Kletterfuß zum Lauf- und Standfuß gewandelt.“
W. Götz: Funktionelle Anatomie des Fußes. In: René Baumgartner, Stinus, Hartmut (Herausgeber): Die orthopädietechnische Versorgung des Fusses. 3., neubearbeitete und erweiterte Auflage. Thieme, Stuttgart/New York 2001, ISBN 3-13-486603-X, Seite 2, DNB 960651101 (Google Books, abgerufen am 14. Mai 2025) .„Die Großzehe [der Adapidae] […] ist weit abspreizbar und oppositionsfähig; es war der typische Kletterfuß der Lemuriformes bereits ausgebildet.“ (Adapidae: ausgestorbene Primatenfamilie)
Erich Thenius, Helmut Hofer: Stammesgeschichte der Säugetiere. Eine Übersicht über Tatsachen und Probleme der Evolution der Säugetiere. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, ISBN 978-3-642-88236-4, Seite 80, DNB 455037760 (Softcover-Reprint, Google Books, abgerufen am 14. Mai 2025) .
- (special) untere Extremität eines Vogels, die sich wegen zweier nach vorn gerichteten und zweier (mehr oder weniger) nach hinten gerichteten Zehen besonders zum Festhalten an steilen/senkrechten Flächen eignet
Forms
| Spelling | Features | Labels | Source |
|---|---|---|---|
| Kletterfüße | Case=Gen, Gender=Masc, Number=Plur | lexicographic | |
| Kletterfüße | Case=Acc, Gender=Masc, Number=Plur | lexicographic | |
| Kletterfüße | Case=Nom, Gender=Masc, Number=Plur | lexicographic | |
| Kletterfuss | Gender=Masc | Liechtenstein, Switzerland, alternative | lexicographic |
| Kletterfuß | Case=Acc, Gender=Masc, Number=Sing | lexicographic | |
| Kletterfuß | Case=Dat, Gender=Masc, Number=Sing | lexicographic | |
| Kletterfuß | Case=Nom, Gender=Masc, Number=Sing | lexicographic | |
| Kletterfüßen | Case=Dat, Gender=Masc, Number=Plur | lexicographic | |
| Kletterfußes | Case=Gen, Gender=Masc, Number=Sing | lexicographic |