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Dictionary

Words, grammatical forms and meanings linked to the ontology.

Idealtyp de · NOUN

Pronunciation

  • [ideˈaːlˌtyːp]
  • audio
  • rhymes aːltyːp

Etymology

Determinativkompositum aus dem Adjektiv ideal und dem Substantiv Typ

Meanings

  1. optimale Verkörperung dessen, was man sich unter einer bestimmten Art von Personen oder Sachen vorstellt
    • „So beschreibt der Idealtyp eigentlich nichts Vorliegendes, er bezieht sich aber auf etwas, das existieren könnte.“ Norbert Boretzky: Einführung in die historische Linguistik. Rowohlt, Reinbek 1977, ISBN 3-499-21108-4., Seite 44.
  2. (Sprachtypologie) Konstrukt eines Sprachtyps, bei dem alle interagierenden Eigenschaften optimal aufeinander abgestimmt sind
    • „Skalička unternimmt den entscheidenden Schritt in Richtung moderne Sprachtypologie, indem er (Ideal-)Typen, basierend auf vielen sprachlichen Merkmalen, konstruiert.“ Christiane Hoffmann: Morphologisch orientierte Typologie. In: Reinhard Köhler, Gabriel Altmann, Rajmund G. Piotrowski (Hrsg.), Quantitative Linguistik - Quantitative Linguistics. Ein internationales Handbuch. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2005, Seite 578-598, Zitat Seite 587. ISBN 3-11-015578-8.
    • „Bei seinen typologischen Studien knüpfte er an der traditionellen morphologischen Typologie an und entwickelte aus theoretischen Überlegungen fünf Idealtypen: das agglutinierende, flektierende, isolierende, polysynthetische und introflexive Konstrukt.“ Wikipedia: Vladimír Skalička Aufgerufen am 17.12.18.
    • „Der Idealtyp ist in erster Linie durch morphologische Eigenschaften geprägt, die syntaktischen sind sekundär.“ Harald Haarmann: Grundzüge der Sprachtypologie. Methodik, Empirie und Systematik der Sprachen Europas. Kohlhammer, Stuttgart/Berlin/Köln/Mainz 1976, ISBN 3-17-002486-8, Seite 59.
    • „Man muß solche Typenbegriffe als Idealtypen – ein von dem deutschen Soziologen Max Weber geprägter, überaus brauchbarer Begriff – sehen, das heißt Typen, die in reiner, vollkommener Form kaum irgendwo in der Wirklichkeit vorkommen, aber doch zum Erfassen der Wirklichkeit nützlich sind, weil alle lebenden Sprachen sich jeweils einem Typus mehr oder weniger stark annähern.“ Hans Joachim Störig: Abenteuer Sprache. Ein Streifzug durch die Sprachen der Erde. 2., überarbeitete Auflage Auflage. Langenscheidt, Berlin/München 1997, ISBN 3-581-66936-6., Seite 336. Abkürzungen aufgelöst.
    • „Die Verteilung der in den Idealtypen kombinierten Eigenschaften auf einzelne sprachliche Teilsysteme wird in der folgenden Übersicht veranschaulicht.“ Harald Haarmann: Prinzipielle Probleme des multilateralen Sprachvergleichs. Anmerkungen zur Methodik und Methodologie. Gunter Narr, Tübingen 1977, Seite 41. ISBN 3-87-808-083-2.

Forms

SpellingFeaturesLabelsSource
Idealtyp Case=Acc, Gender=Masc, Number=Sing lexicographic
Idealtyp Case=Dat, Gender=Masc, Number=Sing lexicographic
Idealtyp Case=Nom, Gender=Masc, Number=Sing lexicographic
Idealtyps Case=Gen, Gender=Masc, Number=Sing lexicographic
Idealtypen Case=Dat, Gender=Masc, Number=Plur lexicographic
Idealtypen Case=Gen, Gender=Masc, Number=Plur lexicographic
Idealtypen Case=Acc, Gender=Masc, Number=Plur lexicographic
Idealtypen Case=Nom, Gender=Masc, Number=Plur lexicographic

Deriveds

Idealtypologie

Hypernyms

Sprachtyp

Synonyms

Idealtypus