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Dictionary

Words, grammatical forms and meanings linked to the ontology.

Heteronymie de · NOUN

Pronunciation

  • rhymes iː
  • audio
  • [heteʁonyˈmiː]

Etymology

etymologisch: von altgriechisch ἑτερωνυμία (heterōnymia^☆) ^(→ grc) „Verschiedennamigkeit“ strukturell: Ableitung (Motion, Movierung) zu Heteronym mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -ie

Meanings

  1. Verhältnis/Beziehung zwischen Wörtern des gleichen Sachbereichs/Wortfelds, die einen verschiedenen Wortstamm haben, zum Beispiel Base/Vetter; Mutter/Vater/Kind
    • „Im Unterschied etwa zu den Heteronymien eines Fernando Pessoa bleibt sein Spiel mit Pseudonymen stets kokett.“ Armin Schäfer: Die Intensität der Form. Stefan Georges Lyrik. Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2005, ISBN 978-3-412-19005-7, Seite 25 (Zitiert nach Google Books, abgerufen am 20. August 2011) .
    • „Wir haben es wieder mit einer Rechtfertigungsschrift zu tun: Sein Leben wird ein zweites Mal geschrieben – und wieder in Brüchen und Heteronymien.“ Fehlender Parameter (Hilfe) Ulrich Rüdenauer: In: literaturkritik.de. Juli 2006, abgerufen am 22. Juni 2026.
  2. Verhältnis/Beziehung zwischen Wörtern des gleichen Sachbereichs/Wortfelds und sehr ähnlicher semantischer Eigenschaften, aber verschiedenen Wortstammes, zum Beispiel Januar/Februar/…; Montag/Dienstag/…
    • „Dies gilt dann z. B. auch für alle bei Kühn (1979) unterschiedenen Typen von Heteronymie (z. B. Drüse vs Glandula).“ Herbert Ernst Wiegand, Werner Wolski: Lexikalische Semantik. In: Lexikon der germanistischen Linguistik. 2., vollständig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Hrsg. v. Hans Peter Althaus, Helmut Henne, Herbert Ernst Wiegand. Niemeyer, Tübingen 1980, Seite 199–211; Zitat Seite 205. ISBN 3-484-10389-2. Kursiv gedruckt: Drüse, Glandula; vs: versus „gegen(über)“.
  3. Verhältnis/Beziehung zwischen Wörtern verschiedener Sprachen beziehungsweise Mundarten mit gleicher Bedeutung, zum Beispiel Sonnabend/Samstag, Porree/Lauch; mensa/table/Tisch; cheval/horse/Pferd
  4. (modern) Verhältnis/Beziehung zwischen Wörtern mit der gleichen Schreibweise, aber anderer Aussprache, zum Beispiel [moˈdɛʁn] (neuzeitlich) bzw. [ˈmoːdɐn] (verfaulen)
  5. Verhältnis der Inkompatibilität zwischen zwei oder mehr Wörtern, zum Beispiel Rappe und Schimmel, die viele Bedeutungsbestandteile gemeinsam haben, sich aber in genau einem Merkmal (der Farbe) unterscheiden
  6. Verhältnis/Beziehung zwischen Wörtern auf der gleichen Hierarchiestufe, die wegen eines gemeinsamen Oberbegriffs eine gegensätzliche Bedeutung haben (also kohyponym sind)
  7. das Vorkommen von Heteronymen

Forms

SpellingFeaturesLabelsSource
Heteronymien Case=Dat, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Heteronymien Case=Nom, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Heteronymien Case=Acc, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Heteronymien Case=Gen, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Heteronymie Case=Acc, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Heteronymie Case=Gen, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Heteronymie Case=Nom, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Heteronymie Case=Dat, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic

Hypernyms

Bedeutungsbeziehung

Translations (2)

sv heteronym (Verhältnis zwischen Wörtern desselben Wortfelds, aber verschiedenen Wortstammes) · it eteronimia (Verhältnis zwischen Wörtern desselben Wortfelds, aber verschiedenen Wortstammes)