Skip to content
ontologydriven
Sign out

Dictionary

Words, grammatical forms and meanings linked to the ontology.

Gebärde de · NOUN

Pronunciation

  • audio
  • rhymes ɛʁdə
  • [ɡəˈbɛːɐ̯də]
  • [ɡəˈbɛʁdə] (Österreich auch)
  • rhymes ɛːɐ̯də

Etymology

mittelhochdeutsch gebærde, althochdeutsch gibārida, gibāridī „Benehmen, Aussehen, Wesen“, belegt seit dem 8. Jahrhundert

Meanings

  1. Zeichen einer Gebärdensprache
    • Gebärdensprachen nutzen Gebärden zur Kommunikation.
    • „Hartnäckig suchten sie in alten Schriften nach Beispielen für Fingeralphabete. Diese werden für unbekannte Begriffe benutzt, für die keine Gebärde geläufig ist.“ Hilmar Schmundt: Frau Ernstemiene und Herr Lachen. In: DER SPIEGEL 26, 2021, Seite 96.
  2. (general) Handbewegung zur nonverbalen Kommunikation
    • „Die Gebärde sollte ihr allerdings wenig nützen.“ Ralph Giordano: Die Bertinis. Roman. 22. Auflage. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt/M. 2008, ISBN 978-3-596-25961-8, Seite 455 .
    • „Als sie Atem schöpften, sahn sie über sich im Gelände einen Zollbeamten im Mantel, der mit befehlerischen Gebärden herumfuchtelte.“ Gustave Flaubert: Bouvard und Pécuchet. Diogenes, Zürich 1979 (übersetzt von Erich Marx), ISBN 3-257-20725-5 , Seite 102. Französisch 1881.
  3. (figurative) Ausdruck einer Haltung
    • Er antwortete mit verneinender Gebärde.
    • „In jedem Wort, in jeder Gebärde fand er eine Beziehung zu seinem Glück.“ Leo N. Tolstoi: Krieg und Frieden. Roman. Paul List Verlag, München 1971 (übersetzt von Werner Bergengruen), Seite 1458 . Russische Urfassung 1867.
    • „Ambly machte eine wegwerfende Gebärde.“ Claus D. Wagner: An der Kette in Puerto Limon. Das dramatische Schicksal einer deutschen Schiffsbesatzung. Kabel, Hamburg 1996, ISBN 3-8225-0361-4, Seite 88
    • „Sabinas Kopf war mit einer Gebärde der Reue und Zerknirschung auf ihre Brust gesunken.“ Anaïs Nin: Ein Spion im Haus der Liebe. Roman. 2. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1983 (übersetzt von Rolf Hellmut Foerster), ISBN 3-423-10174-1 , Seite 122. Englisches Original 1954.
    • „Und da diese Gebärden festgelegt sind, gibt es unter den Sprachgemeinschaften (und oft auch schon innerhalb ihrer) Unterschiede.“ Hans-Martin Gauger: Das Feuchte und das Schmutzige. Kleine Linguistik der vulgären Sprache. C. H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-62989-1 , Seite 70.

Forms

SpellingFeaturesLabelsSource
Gebärde Case=Acc, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Gebärde Case=Gen, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Gebärde Case=Nom, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Gebärde Case=Dat, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Gebärden Case=Dat, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Gebärden Case=Nom, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Gebärden Case=Acc, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Gebärden Case=Gen, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic

Deriveds

Gebärdenlinguistik · Gebärdensprache · Gebärdenspiel · gebärden

Hyponyms

Demutsgebärde · Drohgebärde

Translations (13)

fr signe (Linguistik: Zeichen einer Gebärdensprache) · nl gebaar (übertragen: Ausdruck einer Haltung) · en sign (Linguistik: Zeichen einer Gebärdensprache) · sv gest (übertragen: Ausdruck einer Haltung) · fr geste (übertragen: Ausdruck einer Haltung) · sv gest (allgemein: Handbewegung zur nonverbalen Kommunikation) · sv åtbörd (übertragen: Ausdruck einer Haltung) · fr geste (allgemein: Handbewegung zur nonverbalen Kommunikation) · nl gebaar (allgemein: Handbewegung zur nonverbalen Kommunikation) · sk posunok (Linguistik: Zeichen einer Gebärdensprache) · sv tecken (Linguistik: Zeichen einer Gebärdensprache) · en gesture (allgemein: Handbewegung zur nonverbalen Kommunikation) · es seña (übertragen: Ausdruck einer Haltung)