Gabelfrühstück de · NOUN
Pronunciation
- [ˈɡaːbl̩ˌfʁyːʃtʏk]
- audio
Etymology
Gabelfrühstück ist eine Lehnübersetzung des französischen déjeuner à la fourchette ^(→ fr). Dies entstand vermutlich deswegen, weil diese Mahlzeit im Stehen nur unter Zuhilfenahme einer Gabel zu sich genommen wird. Die französische Ausgangsform war schon seit Beginn des 19. Jahrhunderts sehr häufig, die deutsche Entsprechung lässt sich in einem Wörterbuch erstmals im Jahr 1826 in der zweiten Auflage von Mozins „Nouveau dictionnaire complet à l’usage des Allemands et des Français“ nachweisen. Dieser scheint jedoch nicht der Autor der Wortschöpfung gewesen zu sein, sondern August von Kotzebue, der Gabelfrühstück bereits 1804 in seinen „Erinnerungen aus Paris“ benutzt hat.
Meanings
-
reichhaltiges (zweites) Frühstück, das am späten Vormittag (zwischen 11 und 13 Uhr) bei besonderen Anlässen eingenommen wird und bei dem pikante kalte oder warme Speisen mit alkoholischen Getränken serviert werden
„So blieb ich noch zu einem guten Gabelfrühstück im Spital und fuhr dann mit dem Sanitätsomnibus auf den Nordwestbahnhof.“
Egon Erwin Kisch: Schreib das auf, Kisch!. Ein Kriegstagebuch. Aufbau Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-351-03557-0, Seite 300. Textgrundlage 1914/15.„Das Gabelfrühstück war für ein Uhr angesetzt, aber ich war bereits zu Mittag in Brühl.“
Giacomo Casanova: Geschichte meines Lebens, herausgegeben und eingeleitet von Erich Loos, Band VI. Propyläen, Berlin 1985 (Neuausgabe) (übersetzt von Heinz Sauter), Seite 59.„Dann nahm er ein Gabelfrühstück bei der Königin, wobei auch die Prinzen, seine Kinder, anwesend waren. Das Gabelfrühstück bestand aus zwei bis drei weichen Eiern nebst gebratenem Fleisch und dauerte eine Viertelstunde. [..] Nach dem Gabelfrühstück machte er im Freien Bewegung bis längstens zwei Uhr Nachmittag, zu Wagen, zu Pferde oder zu Fuß.“
Venanz Müller: Maximilian II., König von Bayern, 1864, S. 242„Das Schreiben wurde Kaiser Wilhelm II. am Sonntag, dem 5. Juli, vom österreichischungarischen Botschafter beim Gabelfrühstück übergeben.“
Hew Strachan: „Der Krieg des Kaisers“, 30.03.2004
Forms
| Spelling | Features | Labels | Source |
|---|---|---|---|
| Gabelfrühstück | Case=Nom, Gender=Neut, Number=Sing | lexicographic | |
| Gabelfrühstück | Case=Acc, Gender=Neut, Number=Sing | lexicographic | |
| Gabelfrühstück | Case=Dat, Gender=Neut, Number=Sing | lexicographic | |
| Gabelfrühstücken | Case=Dat, Gender=Neut, Number=Plur | lexicographic | |
| Gabelfrühstücks | Case=Gen, Gender=Neut, Number=Sing | lexicographic | |
| Gabelfrühstücke | Case=Acc, Gender=Neut, Number=Plur | lexicographic | |
| Gabelfrühstücke | Case=Gen, Gender=Neut, Number=Plur | lexicographic | |
| Gabelfrühstücke | Case=Nom, Gender=Neut, Number=Plur | lexicographic |
Coordinates
Hypernyms
Translations (7)
sk desiata (reichhaltiges (zweites) Frühstück, das am späten Vormittag eingenommen wird) · fr déjeuner à la fourchette (reichhaltiges (zweites) Frühstück, das am späten Vormittag eingenommen wird) · hu villásreggeli (reichhaltiges (zweites) Frühstück, das am späten Vormittag eingenommen wird) · sv gaffelfrukost (ev. veraltet), brunch (reichhaltiges (zweites) Frühstück, das am späten Vormittag eingenommen wird) · en brunch (reichhaltiges (zweites) Frühstück, das am späten Vormittag eingenommen wird) · pl drugie śniadanie (reichhaltiges (zweites) Frühstück, das am späten Vormittag eingenommen wird) · fr brunch (reichhaltiges (zweites) Frühstück, das am späten Vormittag eingenommen wird)