Nebenform zu Gör: „(ungezogenes) kleines weibliches Kind“
„Als berlinische Geschichte, die ihm bekannt wurde, führt Schöffler die Fragequengelei einer vierjährigen Göre in der Linie 154 an, die einem jungen Mann, ihrem Onkel, auf dem Schoß sitzt und ihn unerbittlich mit dummen Fragen in der Zange hält.“ Eugen Skasa-Weiß: So lacht Germania. Humor zwischen Isar und Elbe. Herder, Freiburg/Basel/Wien 1971, Seite 43.
„Ein Mädchen, Stulpenstiefel, Bubikopf und Baskenmütze, ganz Typ Berliner Göre, erstattet Anzeige auf einer Berliner Polizeiwache.“ Ludwig Hillenbrandt: Mit einer Träne im Knopfloch. Kleine Sittengeschichte des Witzes. Lichtenberg, München 1965, Seite 92.
„Oder er kann der diebischen Göre die Schaufel emport wegnehmen und ihr zeigen: Auf Kevin trampelt keiner rum.“ Eric T. Hansen mit Astrid Ule: Die ängstliche Supermacht. Warum Deutschland endlich erwachsen werden muss. Lübbe, Köln 2013, ISBN 978-3-431-03874-3, Seite 78.
„Karin schien zwar die Ruhe selbst, nur ihr Atem ging kurz und aufgeregt, die Ruhe vielleicht äußerlich, nur scheinbar, vielleicht hatte er sich die ganze Zeit getäuscht, vielleicht war die Gelassenheit der Göre nichts als Tarnung.“ Gerhard Zwerenz: Berührungen. Geschichten vom Eros des 20. Jahrhunderts. Originalausgabe, Knaur, München 1983, ISBN 3-426-02505-1, Seite 47.