Fuchtel de · NOUN
Pronunciation
- rhymes ʊxtl̩
- audio
- [ˈfʊxtl̩]
Etymology
Bildung zum Präteritum Plural von fechten, der im Mittelhochdeutschen neben vâhten „fochten“ noch alternativ vuhten „fuchten“ lautete, mit dem Nominalsuffix -el; vuhtel „Fuchtel“ lässt sich im Mittelhochdeutschen allerdings nicht nachweisen, dafür aber die Nebenform Fochtel im Frühneuhochdeutschen Das Wort ist seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Meanings
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(historical) breiter Degen
„Mutig und unerschrocken, wie er war, ergriff er seine Fuchtel und fing an, im Dunkel wütend um sich zu hauen; […]“
Giambattista Basile ^(→ WP): Das Pentameron: Der Kaufmann. Übersetzt 1846. In: Projekt Gutenberg-DE. (übersetzt von Felix Liebrecht) (URL) . Alte Version im Internet-Archiv abrufbar. *
- (besonders bei Verwandten, colloquial, no-plural) Bevormundung, Herrschaft
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(besonders bei Verwandten, colloquial, no-plural, stehen, unter jemandes Fuchtel sein) Bevormundung, Herrschaft ▸ von jemandem bevormundet werden (ohne sich dagegen zu wehren)
„Der Draufgänger und Lebenskünstler wurde unter ihrer Fuchtel – und der ihrer Mutter – offenbar zum zahmen Pantoffelhelden.“
Yves Buchheim, unter Mitarbeit von Franz Kotteder: Buchheim. Künstler, Sammler, Despot: Das Leben meines Vaters. Heyne, München 2018, ISBN 978-3-453-20197-2 , Seite 42.„Ich exerzierte unter der Fuchtel von Unteroffizieren, die schwach vor Hunger und Bauchschmerzen waren und nur daran dachten, sich Brotkarten zu besorgen.“
Marguerite Yourcenar: Der Fangschuß. Süddeutsche Zeitung, München 2004 (übersetzt von Richard Moering), ISBN 3-937793-11-9, Seite 11. Französisch 1939.
-
(besonders bei Verwandten, colloquial, jemanden unter seiner/der Fuchtel haben, no-plural) Bevormundung, Herrschaft ▸ jemanden streng beaufsichtigen, über jemanden herrschen
„Die drei Frauen könnten den schwachen Alten mühelos entwaffnen; aber er hat sie unter der Fuchtel wie eben ein Feldwebel seine Rekruten.“
Erich Maria Remarque: Der schwarze Obelisk. Geschichte einer verspäteten Jugend. Roman. 5. Auflage. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2003, ISBN 3-462-02725-5, Seite 333. Erstmals 1956 erschienen.
- (besonders österreichisch, colloquial) zänkische Frau, herrschsüchtige Frau
- (kärntnerisch) Fackel
- (Swabian) Fächer
Forms
| Spelling | Features | Labels | Source |
|---|---|---|---|
| Fuchteln | Case=Dat, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic | |
| Fuchteln | Case=Nom, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic | |
| Fuchteln | Case=Acc, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic | |
| Fuchteln | Case=Gen, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic | |
| Fuchtel | Case=Acc, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Fuchtel | Case=Gen, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Fuchtel | Case=Nom, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Fuchtel | Case=Dat, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic |
Translations (1)
fr rapière (breiter Degen)