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Dictionary

Words, grammatical forms and meanings linked to the ontology.

Dibbuk de · NOUN

Pronunciation

Etymology

Das Wort ist gleichbedeutend hebräischem דִּבּוּק (CHA: dibūḳ, dibbūq)^(→ he) entlehnt und bedeutet wörtlich ‚Anhaftung‘. Es liegt dem hebräischen Verb דָּבַק (CHA: dāvaḳ, dāvaq)^(→ he) ‚anhaften, kleben bleiben (das heißt: von Krankheiten, Sünden)‘ zugrunde.

Meanings

  1. (Kabbalistik, jüdische Mythologie, jüdischer Volksglauben) Seele einer sündigen Person, die nach deren Tod einen lebenden Menschen befällt, um vor den Verfolgungen böser Geister (Dämonen) ewige Ruhe zu finden, was dazu führt, dass sie mitunter selbst als böser Geist wahrgenommen wird und der betreffende Mensch als „besessen“ erscheint
    • „Immerhin redet er im titelgebenden Prosastück von seiner ‚Seelenpension‘, wo Dibbuks hausen, Geister anderer Leute.“ Die Leichtigkeit der Schwere. In: Neue Zürcher Zeitung. 18. Oktober 2005, ISBN 0376-6829, Seite 54 .
    • „Ich drang ein in eine Welt, bevölkert von kleinen Leuten, armen Rabbis, Heiligen, Chassidim, Dämonen, Dibbuks, Huren, von Philosophen auf der Suche nach der Wahrheit, Mystikern auf der Suche nach Gott, Künstlern auf der Suche nach Ruhm, gebrochenen Schauspielern auf der Suche nach einer unerreichbaren Bühne, von Frommen und Gottlosen, Sinnlichen und Asketen.“ Abdellatif Belfellah. In: Frankfurter Rundschau. 19. April 1997, ISSN 0940-6980, Seite 3 .
    • „Kein Wunder, dass Adriana Altaras schon meint, Dibbuks reden zu hören: die dämonischen Geister der Verstorbenen!“ Adriana Altaras im Literaturhaus: Die Last von Schicksal und Schnitzel. In: Nürnberger Zeitung. 4. Mai 2011, Seite 7 .
    • „Es war, als hätte ein Dibbuk in ihm gesprochen.“ Isaac Bashevis Singer: Max, der Schlawiner. Roman. Axel Springer Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-942656-32-0, Seite 51 (Englische Originalausgabe erschien 1991) .
    • „Unter einem Dibbuk (von hebräisch dabók = sich anheften) versteht man den Geist eines Toten, von dem ein Lebender besessen ist.“ Salcia Landmann: Jiddisch. Das Abenteuer einer Sprache. Ullstein, Frankfurt am Main/Berlin 1988, ISBN 3-548-35240-5, Seite 124 .
    • „Der Dibbuk ist in der jüdischen Tradition die Seele eines Toten, die einen Lebenden lenkt.“ Mobile Seelen. In: FOCUS. 10. Oktober 2005, ISBN 0943-7576, Seite 096 .
    • „Ich bin immer an derselben Stelle, du bist es, die sich plötzlich verändert hat, mit deiner neuen Spinnerei, schau dich doch an, eine schöne, kluge Frau mit einer gelungenen Familie, die plötzlich noch ein Kind aufziehen will, ausgerechnet in einem Alter, in dem man sich von den Kindern befreit, manchmal denke ich, es braucht einen Geisteraustreiber, um dich von diesem Dibbuk zu befreien.“ Zeruya Shalev: Für den Rest des Lebens. Roman. Berlin Verlag Taschenbuch in der Piper Verlags GmbH, München 2013 (Originaltitel: שארית החיים, übersetzt von Mirjam Pressler aus dem Hebräischen), ISBN 978-3-8333-0895-6, Seite 368 (Hebräische Originalausgabe erschien 2011 im Keter Verlag, Jerusalem) .
    • „Von den Dibbuks, den Geistern der Toten, die den Lebenden keine Ruhe lassen, erzählte die Schauspielerin schon 1991 in dem Theaterstück ‚Jonteff‘ im Theater zum Westlichen Stadthirschen.“ Katrin Bettina Müller: Im Mercedes zu den Partisanen. In: taz.die tageszeitung. Nummer 10588, 12. Dezember 2014, ISSN 0931-9085, Seite 24 (taz Print-Archiv, abgerufen am 3. November 2018) .

Forms

SpellingFeaturesLabelsSource
Dibbuk Case=Acc, Gender=Masc, Number=Sing lexicographic
Dibbuk Case=Gen, Gender=Masc, Number=Sing lexicographic
Dibbuk Case=Dat, Gender=Masc, Number=Sing lexicographic
Dibbuk Case=Nom, Gender=Masc, Number=Sing lexicographic
Dibbuks Case=Dat, Gender=Masc, Number=Plur lexicographic
Dibbuks Case=Gen, Gender=Masc, Number=Sing lexicographic
Dibbuks Case=Gen, Gender=Masc, Number=Plur lexicographic
Dibbuks Case=Acc, Gender=Masc, Number=Plur lexicographic
Dibbuks Case=Nom, Gender=Masc, Number=Plur lexicographic
Dybbuk Gender=Masc variant lexicographic

Translations (21)

fa دیبوک (Seele einer sündigen Person, die nach deren Tod einen lebenden Menschen befällt) · en dybbuk (Seele einer sündigen Person, die nach deren Tod einen lebenden Menschen befällt) · sh дибук (Seele einer sündigen Person, die nach deren Tod einen lebenden Menschen befällt) · be дыббук (Seele einer sündigen Person, die nach deren Tod einen lebenden Menschen befällt) · sr дибук (Seele einer sündigen Person, die nach deren Tod einen lebenden Menschen befällt) · uk діббук (Seele einer sündigen Person, die nach deren Tod einen lebenden Menschen befällt) · sl dibuk (Seele einer sündigen Person, die nach deren Tod einen lebenden Menschen befällt) · he דִּבּוּק (Seele einer sündigen Person, die nach deren Tod einen lebenden Menschen befällt) · fr dibbouk / dybbouk (Seele einer sündigen Person, die nach deren Tod einen lebenden Menschen befällt) · pl dybuk (Seele einer sündigen Person, die nach deren Tod einen lebenden Menschen befällt) · nl dibboek (Seele einer sündigen Person, die nach deren Tod einen lebenden Menschen befällt) · es dybbuk (Seele einer sündigen Person, die nach deren Tod einen lebenden Menschen befällt) · pt dibbuk / dybbuk (Seele einer sündigen Person, die nach deren Tod einen lebenden Menschen befällt) · mha أَلدِّيبُّوك (Seele einer sündigen Person, die nach deren Tod einen lebenden Menschen befällt) · hr dibuk (Seele einer sündigen Person, die nach deren Tod einen lebenden Menschen befällt) · it dibbuk / dybbuk (Seele einer sündigen Person, die nach deren Tod einen lebenden Menschen befällt) · sk dybuk (Seele einer sündigen Person, die nach deren Tod einen lebenden Menschen befällt) · ru диббук (Seele einer sündigen Person, die nach deren Tod einen lebenden Menschen befällt) · cs dybuk (Seele einer sündigen Person, die nach deren Tod einen lebenden Menschen befällt) · mk дибек (Seele einer sündigen Person, die nach deren Tod einen lebenden Menschen befällt) · yi דיבוק (Seele einer sündigen Person, die nach deren Tod einen lebenden Menschen befällt)