Bausölde de · NOUN
Pronunciation
- [ˈbaʊ̯ˌzœldə]
- audio
Etymology
Im 17. Jahrhundert wurde verfügt, dass die Söldner, die etwas zu bauen hatten, also Grund hatten, von denen zu unterscheiden sind, die keinen Grund haben. So wurden die Begriffe Bausölde und Leersölde geprägt.
Meanings
-
(archaic) in Bayern und Österreich ein Bauerngut, das nur wenig Grund besaß, so dass der Inhaber meist davon nicht leben konnte
„An vorderster Stelle stand mit dem zweiten nur als 1/8-Hof oder Bausölde eingestuften Anwesen der Wirt und Metzger der ‚Hoftaverne‘ neben dem Schloß, der sich somit noch gerade von der Landwirtschaft hätte ernähren können.“
Beate Spiegel: Adliger Alltag auf dem Land. Waxmann Verlag GmbH, Münster 1997, ISBN 3-89325-479-X, Seite 46„Als vollberechtigte Gmainmitglieder wurden nur »Bauern« (einschließlich der Halbbauern und Lechner) und grundbesitzende Söldner angesehen; die Gmain stellte einen Realverband der größeren Höfe und Bausölden dar.“
Pankraz Fried: Herrschaftsgeschichte der altbayerischen Landgerichte. Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1962, Seite 205„1660 besaß es dort eine Bausölde, eine Hube und fünf Lehen ([…]), 1743 sind ein halber Hof, ein 1 1/2-Viertel-Hof, vier Viertel-Höfe und eine Bausölde aufgeführt ([…]).“
Irmtraud Freifrau von Andrian-Werburg: Das Bistum Augsburg - 2. Die Benediktinerabtei Wessobrunn. In: Germania Sacra. Walter de Gruyter, Berlin 2001, ISBN 3-11-016912-6, Seite 286„In Dornach war der Mesnersdienst mit einer Bausölde ([…]) verbunden, wogegen der Aschheimer Mesner eine Leersölde bewohnte ([…]).“
Rainhard Riepertinger: Aschheim und Dornach. Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2000, Seite 316„Seit 1445 teilte man die Bauerngüter ein in ganze Höfe, halbe Höfe oder Huben, Viertelhöfe oder Lehen, Achtelhöfe oder Bausölden, dazu kamen seit dem 16. Jahrhundert noch Sechzehntelhöfe oder gemeine Sölden, ferner bloße Häusl oder Leerhäusl (Zweiunddreißigstelhöfe), waren diese unter zwei Inhaber geteilt, dann sprach man von Vierundsechzigstelhöfen.“
Sebastian Hiereth: Die bayerische Gerichts- und Verwaltungsorganisation vom 13. bis 19. Jahrhundert. In: Historischer Atlas von Bayern. Verlag der Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1959, Seite 18 (Digitale Sammlungen)
Forms
| Spelling | Features | Labels | Source |
|---|---|---|---|
| Bausölden | Case=Dat, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic | |
| Bausölden | Case=Nom, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic | |
| Bausölden | Case=Acc, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic | |
| Bausölden | Case=Gen, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic | |
| Bauselde | Gender=Fem | alternative | lexicographic |
| Bausölde | Case=Acc, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Bausölde | Case=Gen, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Bausölde | Case=Nom, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Bausölde | Case=Dat, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic |