Arschkarte de · NOUN
Pronunciation
- [ˈɑːʃkaːtə] (North German)
- [ˈaːɐ̯ʃkaʁtə]
- audio
Etymology
Das Wendungen die Arschkarte gezogen haben, die Arschkarte haben ist seit der Mitte der 1990er-Jahre bezeugt. Nach verbreiteter Ansicht stammt das Wort aus der Sportsprache: Nach Einführung der roten und der gelben Karte im Fußball 1970 bewahrten viele Schiedsrichter die beiden Karten in verschiedenen Taschen auf, damit sie einerseits nicht aus Versehen die falsche Karte griffen, und damit andererseits die Zuschauer vor dem Bildschirm (vor der Ausbreitung des Farbfernsehens) den Unterschied zwischen der Gelben Karte, welche in der Brusttasche aufbewahrt wird, und der Roten Karte, die in der Gesäßtasche steckte, besser erkennen konnten. Eine andere Herleitung argumentiert streng lexikalisch: Die Wendung entstamme dem Kartenspiel, weil der Betroffene die Karte selbst zieht (wogegen es im Fußball der Schiedsrichter ist, der die Karte zieht). Die Wendung entspräche damit der älteren Redewendung „den schwarzen Peter ziehen“.
Meanings
-
(figurative, meist in Redewendung „die Arschkarte ziehen“ oder haben) Pech, Missgeschick
„Ich war es schon gewohnt, wenn Arschkarten verteilt wurden, eine davon zu erhalten.“
„Überstanden - mit Humor“, von Ingrid Seitz, BoD – Books on Demand, 2004„Paul war auch bei diesem Treffen dabei, natürlich, und ich fühlte mich nicht nur[,] als hätte ich mir die Arschkarte selbst ausgesucht, sondern als wären alle Arschkarten der Welt auf einmal auf mich eingestürzt und hätten mich unter sich begraben.“
„Unverschämt: … Und doch geküsst“, von Bianca Grube, Ines Stutz, BoD – Books on Demand, 2010„Ich sollte nicht allzu sehr schwärmen, jetzt, unmittelbar nachdem er die Arschkarte gezogen hat.“
Else Buschheuer: Ruf! Mich! An!. Roman. Wilhelm Heyne Verlag, München 2001, ISBN 3-453-19004-1, Seite 97.„Die Arschkarte stammt also auch als geflügeltes Wort aus dem Fußball und wird heute aufs gesamte Pech im Leben bezogen.“
Hellmuth Karasek: Das find ich aber gar nicht komisch. Geschichte in Witzen und Geschichten über Witze. Quadriga, Köln 2015, ISBN 978-3-86995-075-4, Seite 167.Wer so viel Unsinn macht, hat bei uns die Arschkarte gezogen.
Forms
| Spelling | Features | Labels | Source |
|---|---|---|---|
| Arschkarten | Case=Dat, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic | |
| Arschkarten | Case=Nom, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic | |
| Arschkarten | Case=Acc, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic | |
| Arschkarten | Case=Gen, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic | |
| Arschkarte | Case=Acc, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Arschkarte | Case=Gen, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Arschkarte | Case=Nom, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Arschkarte | Case=Dat, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic |
Coordinates
Hypernyms
Relateds
die Arschkarte ziehen · die Arschkarte zeigen · die Arschkarte haben
Translations (3)
en zonk (Pech, Missgeschick) · nl schijtkaart (Pech, Missgeschick) · sv svarte petter (Pech, Missgeschick)