Überfremdung de · NOUN
Pronunciation
- [ˌyːbɐˈfʁɛmdʊŋ]
- audio
Etymology
„… laut GfdS 1929 zum ersten Mal im Duden erwähnt.“ Ableitung vom Stamm des Verbs überfremden mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -ung
Meanings
-
politisches Schlagwort, das ein vermeintliches Übergewicht von als fremd und schädlich bewerteten Einflüssen auf die eigene Gesellschaft, Kultur, Nation oder Sprache bezeichnet
„Die vermeintliche Überfremdung durch die Punjabis führte in den letzten Jahren zu deren gezielter Verfolgung und sogar Ermordung.“
Katja Mielke/Conrad Schetter: Pakistan: Land der Extreme. 1. Auflage. C.H.Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-65295-0, Seite 162 .Das emotional geladene, politische Schlagwort Überfremdung kann kaum wertneutral, nicht vorweg urteilend, verwendet werden. Es beschreibt immer die (negative, abzulehnende) Verdrängung (positiver, zu schützender) einheimischer Dinge, Wörter, Gebräuche durch von anderswo eingeführte Neuerungen, insbesondere dann, wenn diese dauerhaft als fremdartig erkennbar bleiben.
„Die Sorgen vor Überfremdung ernst zu nehmen, kann deshalb nicht bedeuten, den Rechtspopulisten in vorauseilendem Gehorsam Genüge zu tun und das Fremde per Gesetz unsichtbar zu machen.“
Quelle: www.nzz.ch, 2011-01-17; zitiert nach: Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Überfremdung“„Eine Überfremdung der eigenen Sprache fördert nationalistische Tendenzen.“
Dr. Hans Dieter Lange (Wolfenbüttel), Leserbrief in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 6. Juni 2017, Seite 7
Forms
| Spelling | Features | Labels | Source |
|---|---|---|---|
| Überfremdung | Case=Acc, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Überfremdung | Case=Gen, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Überfremdung | Case=Nom, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Überfremdung | Case=Dat, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic |